Wenn die Eintracht ein Trauma kennt, dann das.

Wenn die Eintracht an das schlimmste Geschehen zurückdenken muss, dann an das.

Wenn die Eintracht jemals ein Drama erlebt hat, dann das.


ROSTOCK 1992

  Der von mir erstellte Film zum Rostock Trauma ist über das Menü aufrufbar

Der 16. Mai 1992,

 

einer der tragischsten Momente im Leben der Frankfurt Fans, des Vereins und aller Mitwirkenden. Es war der Tag las die Pfeife stumm blieb.

Der Schiedsrichter damals war Alfons Berg, ein Name den keiner vergisst. "Erst im Fernsehen sah ich das ich falsch lag", sagte er in einem späteren Interview. 

Vor einem mit 25.000 Zuschauern ausverkauften Haus trafen am letzten Spieltag der Saison die Hansa und die Eintracht in Rostock aufeinander. Die Eintracht war auf Tabellenplatz und somit nahezu Meister, denn Rostock war zu dem Zeitpunkt so gut wie abgestiegen.

Unzählige Fans der Eintracht fanden den Weg nach Rostock um die Mannschaft dort zu unterstützen und im Anschluß die Schale zu feiern.

Hunderttausende saßen in Frankfurt vor den Fernsehern, in Kneipen oder an den Videowänden.

Die Aufstellung an diesem Spieltag für die Eintracht: Stein im Tor, - Binz - Roth, Bindewald - Frank Möller (52. Sippel) bilden die Abwehr, Andreas Möller, Bein, Falkenmayer, Weber das Mittelfeld und Kruse (78. Schmitt), sowie Yeboah sollen die Bälle vorne verwerten.

Halbzeit eins blieb ohne nennenswerte Szenen und die Eintracht Fans bekamen so langsam leichte Angst, die Anspannung und die nervliche Belastung aller Beteiligten war mehr als zu spüren. Irgendwie lief die Sache nicht rund.

Hablzeit zwei, Minute 65 Rostock geht durch Dowe mit 1 zu 0 in Führung. In den Augen der Fans sieht man die pure Fassungslosigkeit. Nur zwei Minuten später dann Flanke von links in den Rostocker Strafraum, Kruse steigt hoch und nickt entgegen der Laufrichtung von Torhüter Hoffmann das 1 zu 1 Ausgleichstor ein. Jubelszenen im Stadion und in ganz Frankfurt sind zu vernehmen. Doch nur kurze Zeit später folgt wieder Totenstille, vereinzelt Schreie der Fans "Looooss, jaaaa, Aaah, Mann!", die Anspannung ist unglaublich hoch. In der 76. Minute erneute Hoffnung für die Eintracht Weber marschiert mit dem Ball in Richtung Rostocker Tor, er müsste jetzt schießen, steht ganz allein vor Torhüter Hoffmann und dann....

Foul von hinten, im Strafraum durch Böger an Ralf Weber.

Glasklare Sache! Schiri Berg sieht das ganz anders, seine Pfeiffe macht keinen Mucks und er zeigt mit seiner rechten Hand das Weiterspielen an. Die meisten Fans halten sich zu diesem Zeitpunkt schon den Kopf und können nicht glauben was in Rostock abläuft. Die ganze Republik sah dieses Foulspiel nur Herr Alfons Berg nicht. Die 90. Minute beginnt, Eintracht schmeisst alles nach vorne, macht hinten auf und Rostock nutzt das eiskalt. Böger in der 90. Minute nach einem Konter mit dem 2 zu 1 für die Hansa und mit dem Ende der Meisterschaftsträume der Eintracht. Zeitgleich wird in Stuttgart bereits die Meisterschaft gefeiert. Apfiff in Rostock, weinende Fans, kopfschüttelnde Offizielle, selbst die Rostocker feiern nicht denn die sind trotzdem abgestiegen.


Ralf Weber rastet auf dem Platz komplett aus, will Berg an den Kragen und kann nur mühsam durch Betreuer und Helfer zurückgehalten werden. "Für das was ich vorhatte hätte ich Lebenslänglich bekommen", gibt er später zur Aussage. Verständlich ist das allemal.

 

In Frankfurt versammeln sich die ersten Fans auf den Straßen, die Tränen und die Trauer sind deutlichst zu erkennen, teilweise hemmungslos liegen manche Fans auf den Straßen und in den Armen ihrer freunde. Alle feiern, der Empfang auf dem Römer und am Flughafen, alles war vorbei und abgesagt. Keine Fahrt mit der Schale durch Frankfurt und keine interne Feier der Mannschaft.


Auch noch heute, viele Jahre danach erinnert man sich immer wieder an das "Trauma von Rostock" und man stellt sich die Frage was wäre wenn die Eintracht Meister geworden wäre, oder sogar....was wäre wenn Berg gepfiffen hätte und einer den Elfer verschossen hätte.

Es ist nun mal typisch Eintracht, es war ein Spiel das in die Geschichte einging und es war nicht das letzte dieser Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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