1994

und der Anfang vom Ende

Eintrachts sportlicher Abstieg begann schon 1994!!

 

Wieso, weshalb und warum die Eintracht nicht eine der erfolgreichsten

Mannschaften der letzten Jahre wurde...

 

Es gibt viele Behauptungen, Meinungen, Aussagen. Viele Fans sind der Meinung das man ab 1992 mit der in Rostock verlorenen Meisterschaft die Kurve nicht mehr bekam und Rostock der Anfang vom Ende war.

Für mich persönlich war Rostock ´92 eine der schlimmsten Erfahrungen die ich mit der Eintracht machen musste.

Für den Verein aber war wohl ab 1994 eine Ära die den sportlichen Untergang besiegelte.

Nach dem 1994/95 Trainer Jupp Heynckes seine Trainingsmethodik am Riederwald mit Gewalt durchsetzt kommt es in der Mannschaft zum Eklat und zum Aufstand gegen den Trainer. Eine bis dahin an ein Dreamteam grenzende Mannschaft droht zu zerfallen. Gaudino, Okocha und Yeboah erlauben sich das Training des anerkannten Fußballlehrers zu boykottieren, fehlen bei den Trainingseinheiten. Heynckes streicht die Boykottverursacher aus dem Kader, das Chaos nimmt seinen Lauf. Die Unruhen innerhalb der Mannschaft weiten sich auf den ganzen Verein aus, der Vorstand und das Umfeld der Eintracht lässt sich von den Unruhen anstecken und Heynckes wird nach nur kurzem Einsatz frühzeitig von seinem Traineramt enthoben.

1995/96

Tradition steigt ab

Im Laufe der nächsten Jahre spürt man die Auswirkungen des Heynckischen Aussetzers deutlich, Teile der Mannschaft springen ab. Neu geholte Verstärkungen schlagen nicht ein.

Der jetzige Trainer und Legende der Eintracht Charly Körbel legt einen holprigen Start in die Saison auf die Schiene und verliert im UI-Cup 1995/96 gegen Bordeaux, scheidet anschließend auch im DFB Pokal gegen 1860 München in der Runde zwei aus.

Als man versucht die Notbremse zu ziehen und Dragoslav Stepanovic als Trainer verpflichtet läuft sportlich bei der Eintracht gar nichts mehr.

Als 17. In der Tabelle beendet man die Saison, steigt erstmals in der Geschichte der Bundesliga ab. Präsident Matthias Ohms wird das Vertrauen entzogen, Schatzmeister Erbs schmeißt sein Amt ebenfalls hin.

holpriges Jahr 1996/97

und Meister 1997/98

Auch in der zweiten Fußballklasse 1996/97 scheint die Eintracht sportlich die Kurve nicht zu bekommen. Nur Platz 15 nach der Hinrunde und das Aus im Pokal mit 1:6 gegen den SV Meppen sind bedrohliche und erschreckende Zeichen. Der Verein reagiert schließlich und wechselt die Bemannung auf der Trainerbank, Horst Ehrmanntraut übernimmt die Position des Trainingsleiters und beendet die Saison ausreichend befriedigend auf Platz 7. Der Mann mit dem „Stuhl“ entwickelt sich zum akribischen, leicht verrückten und dennoch in Fankreisen geliebten Trainer der Eintracht.

 

Nur ein Jahr später, beendet die Eintracht die Saison 1997/98 als Meister in der zweiten Liga und steigt als Klassenbester wieder auf in die erste Bundesliga.

1998/99 ...

er hätte auch die Titanik gerettet

1998/99 ist wieder ein typisches Eintracht Jahr, insgesamt vier Trainer sitzen im Laufe der Saison auf der Bank und versuchen ihr Glück.

Nach Ehrmanntrauts Entlassung übernimmt Bernhard Lippert, anschließend Reinhold Fanz und letztendlich Jörg Berger.

Der Retter der Titanik konnte den schon sicher geglaubten Abstieg vermeiden.

 

Am letzten Ligaspieltag konnte man in einem sensationellen Jahrhundertspiel die roten Teufel aus Kaiserslautern in letzter Minute mit 5:1 schlagen und erreichte dank der erzielten Tore noch den rettenden 15. Tabellenplatz. Der damalige Torjäger Jan Aage Fjörtoft wird zum Frankfurter Liebling, gleich einer lebenden Legende und Jörg Berger zum größten Retter der sportlichen Geschichte der Eintracht.

Gleiche Zeit, gleicher Verein

Der Führungskrieg ab 1996 und die

Demontage des Paten

Zum 100 jährigen Vereinsjubiläum 1999, hielt man also entgegen aller Erwartungen die Klasse. Die Eintracht steckte damals allerdings in einer starken finanziellen Krise, nicht zuletzt ausgelöst im Jahr 1996 durch den sportlichen Abstieg, welcher wiederrum durch den Zerfall der Mannschaft 1994 begann. Das Präsidium, allen voran Bernd Ehinger trennten den Profifußball vom Verein. Die Eintracht Frankfurt Fußball AG wurde gegründet und wurde die Tochtergesellschaft der Eintracht Frankfurt e.V.

Als 1996 Matthias Ohms das Amt des Präsidenten ablegen musste und Schatzmeister Erbs das Handtuch warf stand der Verein vor dem finanziellen Ruin. Rolf Heller beerbte den Posten des Präsidenten und ein bis dahin eher unbekannter Bankier aus Frankfurt, Gaetano Patella wurde neuer Schatzmeister der Eintracht. Heller und Patella entwickeln sich fast zu Helden während ihrer Tätigkeit den Verein und den Profifußball zu retten.

Zu diesem Zeitpunkt scheint eine finanzielle Genesung des Vereins nahezu ausgeschlossen, die Angst um die Lizenz, drohender Konkurs und dubiose Geldgeber sind Begriffe welche in den Frankfurter Gazetten täglich zu lesen sind. Der Imageverlust für Eintracht Frankfurt zu diesem Zeitpunkt in einer katastrophalen Entwicklung. Neue seriöse Geldgeber und Sponsoren zu finden scheint ein Auswegloses Ziel zu sein. Sportlich am Ende und finanziell ruiniert sind die Haupteigenschaften die Eintracht Frankfurt in diesen Jahren auszeichnen.

Das Duo heller und Patella schafft es dennoch, nicht zuletzt durch die beteuerte Liebe zum Verein, die Eintracht wieder Salonfähig zu machen. Gerade der von den Fans geliebte Gaetano Patella schaffte es durch seine Einflüsse in der Frankfurter Wirtschaft wieder Seriosität in den Verein zu bringen. Patellas Liebe zum Verein wurde so öffentlich das neue Geldgeber enormes Vertrauen entwickelten, auch wurde durch Heller und Patella die Nähe zum Fan neu interpretiert. Die Führungsebene war nun nicht mehr unantastbar sondern für Fans greifbar.

Diese neue Nähe und Vereinskultur im Verein stieß einigen Herren in hinteren Ebenen sehr auf, als Wortführer des Aufsichtsrates merkte man allen voran Bernd Ehinger den damaligen Unmut an. Öffentlich begann zwischen dem Aufsichtsrat und Gaetano Patella eine „Divagleichende“ Schlammschlacht die mit einer schleichenden Demontage des Schatzmeisters ihren Lauf nahm. Die Absichten des Aufsichtsrates und anderer beeinflussenden Personen waren Patellas saubere Absichten ein Dorn im Auge. Man hatte andere Pläne mit der Eintracht schnell, viel Geld zu machen. Herz und Verstand für den Verein fielen ins Abseits und trotz des aufopfernden Einsatzes des Italienischen Bankiers Patella wurde dieser in einer einzigartigen Schlacht entmachtet. Patella wurde 1999 zum Vize-Präsidenten des Vereins „degradiert“, ein Posten ohne Verantwortungsgewalt und ohne Einfluss.

Im Oktober 1999 folgte dann der  unerwartete Rücktritt Patellas.

Der in Fankreisen geliebte Pate warf unter Tränen sein Amt bei Eintracht Frankfurt hin, die Umstände die zum Rücktritt des Paten führten sind für Freunde und Anhänger des Vereins unglaublich und desaströs.

 

Selbst in Mannschaftsteilen wird öffentlich über Art und Weise des Umgangs gesprochen. Held und Idol Jan Aage Fjörtoft zeigt sich in einem Interview den Tränen nahe und betroffen über die Demontage des Paten.

Der Höhepunkt des Komplotts 2000

Im Januar 2000 erreicht die Diva den Höhepunkt des Komplotts in der Führungsetage. Das Präsidium steht vor dem Rücktritt, der Verwaltungsrat mobbt gegen seine Opposition. Rolf Heller will Fakten aufdecken die den Verwaltungsrat stürzen könnten, Rainer Leben wird vom Verwaltungsrat in das Präsidium gesteckt um den Verein in den Konkurs zu führen und das Präsidium zu stürzen.

 

Die Mannschaft zeigt öffentlich dass Sie Patella zurück haben möchte. Patella wird nicht zurück kehren.

 

Die Querelen um Geld und Macht im Verein werden auch weiter ihren Lauf nehmen, Ruhe wird im Verein noch lange nicht einkehren. Erst im Sommer 2002 lichtet sich allmählich das Dickicht in den Finanzen und in der Führung der Eintracht. Aber hierzu demnächst mehr…..

 

 

DEMNÄCHST:

Es folgen die Jahre 2000-2002, Octagon, Sportmarketing, Lizenz und Zeit…Neustart mit Fischer.

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Das nächste Match folgt

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